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Aktuell


Ilka Steiner and Philip Wanner (Eds.) (2019)
Migrants and Expats: The Swiss Migration and Mobility Nexus

Wie nehmen Menschen, die in den letzten zehn Jahren eingewandert sind, die Schweiz wahr? Eine Publikation des «nccr – on the move», dem Nationalen Forschungsschwerpunkt für Migration und Mobilität, liefert erstmals gesammelte Erkenntnisse aus einer eigenen Befragung, die Informationen zur Migrationsgeschichte, zur Familien- und Haushaltssituation, zur Bildungs- und Beschäftigungsgeschichte als auch zu Fragen der politischen Teilhabe in der Schweiz erhoben hat. Die Analysen beruhen auf repräsentativen Daten des Migration-Mobility Survey.

Open access: https://link.springer.com/book/10.1007/978-3-030-05671-1

 

 


Helma Lutz
Die Hinterbühne der Care-Arbeit

Die Studie versteht sich als kritische Intervention in einem neoliberalen Politikdiskurs, der die Kommerzialisierung von Care-Arbeit als akzeptable Lösung für Versorgungslücken proklamiert und dabei sowohl deren gesellschaftliche Implikationen als auch biographische Ambivalenzen und Verluste außer Acht lässt.
Dieses Buch befasst sich mit der Versorgung von pflegebedürftigen Personen durch osteuropäische Migrantinnen und setzt damit einen wichtigen Fokus in der aktuellen Care-Debatte. Im Vordergrund steht die Analyse des Spannungsverhältnisses der simultanen Lebensführung in zwei sozial-räumlich voneinander getrennten Haushalten: dem Arbeitsort/Privathaushalt der Care-Empfänger*innen und dem Herkunftshaushalt, in dem die Familien der Migrantinnen zurückbleiben. Letzterer wird als ein Kernelement der ‚Hinterbühne‘ betrachtet, als ein Ort, der in der Debatte der Aufnahmegesellschaft meist unterbelichtet bleibt. Auf dieser ‚Hinterbühne‘ zeigen sich die Fallstricke von transnationalen Arbeitsverhältnissen, die Dilemmata migrantischer Mutterschaft, die Verknüpfung von Vaterschaft und Care im Postsozialismus sowie die Verbindung zwischen transnationaler Vermarktlichung und der Emergenz von sozialer Ungleichheit in der Form von Care-Asymmetrien. Dieser Band versteht sich als eine kritische Intervention in einem neoliberalen Politikdiskurs, der die Kommerzialisierung von Care-Arbeit als akzeptable Lösung für Versorgungslücken proklamiert.


Förderung der psychischen Gesundheit von betreuenden Angehörigen älterer Menschen

Gesundheitsförderung Schweiz publiziert eine Orientierungshilfe für die Gesundheitsförderung im Alter


Aufnahme aus dem Film "My Mother is in Sri Lanka" von Jürg Neuenschwander und Remo Legnazzi (Produktionsjahr: 1987) (c) Container TV AG

Studie zu Lebenssituation und Bedürfnissen der älteren tamilischen Migrationsbevölkerung in der Schweiz (SRK, 2018)

Das Nationale Forum Alter und Migration hat das SRK mit der Durchführung einer Studie beauftragt, in der die Lebenssituation und Bedürfnisse der älteren tamilischen Migrationsbevölkerung in der Schweiz erhoben werden sollte, um Empfehlungen für die Dienstleistenden in der Gesundheits-, Integrations- und Altersarbeit zu entwickeln.
Rund 10‘000 Tamilinnen und Tamilen der ersten Genera­tion in der Schweiz kommen in den nächsten fünf bis zehn Jahren ins Pen­sionsalter. Die Studie untersucht die Lebens­situation dieser Menschen sowie ihre Bedürfnisse für Betreuung, Pflege und Wohnformen im Alter. Befragungen der ersten und zweiten Generation der tamilischen Gemeinschaft sowie von Fachpersonen zeigen die Folgen gesundheitlicher Belastungen und eine drohende Altersarmut. Die erste Generation hat in der Regel keine Rückkehrpläne mehr, viele können sich aber ein Leben in einer Altersinstitution kaum vorstellen. Die tamilische Gemeinschaft und Schweizer Altersinstitutionen sind gefordert, gemeinsam Lösungen zu finden.

Bericht: Gerber, Maria-Luisa und Hungerbühler, Hildegard 2018: „Lebenssituation und Bedürfnisse der älteren tamilischen Migrationsbevölkerung in der Schweiz“. SRK. Bern. 
> PDF deutsch (68 S.)

Eine Zusammenfassung des Berichts ist auch in Tamilisch als Download verfügbar:
> PDF tamilisch (8 S.)  

Die Ergebnisse der Studie wurden am 11. Dezember 2018 im Polit-Forum Bern im Käfigturm im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Kein Kinderspiel" präsentiert. > Video Präsentation

> Beitrag und Interview Der Bund vom 09.02.2019

> Radiobeitrag mit Interview SRF2 Kultur-Aktualität vom 14.02.2019


Sue Westwood
Ageing, Diversity and Equality

Current understandings of ageing and diversity are impoverished in three main ways. Firstly, with regards to thinking about what inequalities operate in later life there has been an excessive preoccupation with economic resources. On the other hand, less attention has been paid to cultural norms and values, other resources, wider social processes, political participation and community engagement. Secondly, in terms of thinking about the who of inequality, this has so far been limited to a very narrow range of minority populations. Finally, when considering the "how" of inequality, social gerontologys theoretical analyses remain under-developed. The overall effect of these issues is that social gerontology remains deeply embedded in normative assumptions which serve to exclude a wide range of older people.


Transkulturelle Öffnung

Der Leitfaden bietet Rotkreuz-Mitgliedorganisationen und anderen interessierten Organisationen, welche sich der Transkulturellen Öffnung annehmen, praktische Hilfeleistung.

Ziel der Transkulturellen Öffnung ist es, den Zugang aller Bevölkerungsgruppen zu den Angeboten, Strukturen und Dienstleistungen von Organisationen zu verbessern. Der Leitfaden liefert Hintergrundinformationen zu diesem Thema, Informationen zu wichtigen Handlungsfeldern und Indikatoren der Transkulturellen Öffnung, zu möglichen Massnahmen sowie Good-Practice-Beispiele. 


Forschungsprojekt an der Hochschule für Sozialarbeit Wallis HES-SO
Transnationale Familien und Pflege von alternden Eltern aus der Ferne: tunesische Familien in der Schweiz und ihre in Tunesien wohnhaften Eltern

 Das Projekt erforscht die Situation von transnationalen Familien mit pflegebedürftigen Eltern, die nicht im gleichen Land wie ihre Kinder wohnen. In einem ersten Schritt wird ein ländervergleichender und interdisziplinärer aktueller, wissenschaftlicher Literaturüberblick zur Thematik erstellt. Die Ziele sind die Ausarbeitung der aktuellen Herausforderungen respektive Wissenslücken im transnationalen Familienkontext, sowie die Vertiefung der Kooperation mit der tunesischen Partnerinstitution mit zwei Workshops.

Projektteam: Stefanie Kurt (Leitung), Lassaad Labidi, Institut National du Travail et des Etudes Sociales de Tunis - INTES, Tunisie (Leitung), Barbara Waldis, Amel Mahfoudh
Laufzeit: September 2018 - September 2019
Finanzierung: Leading House Middle East and North Africa der HES-SO






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